Glossar

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Basisabdichtung

Um das Austreten von schadstoffbelastetem Sickerwasser, das in jeder Deponie entsteht, in den Untergrund und in das Grundwasser zu verhindern, wird ein kombiniertes System, bestehend aus der eigentlichen Abdichtung und der Fassung und Ableitung des Sickerwassers über Drainagen, eingesetzt.

Die aus einer Mischung aus Ton und Polyethylen (PEHD) bestehende Basisabdichtung muss mindestens einen Meter Abstand zum höchsten Grundwasserspiegel haben.

Beförderer

Unternehmen, die Abfälle transportieren. Dies ist gewerbsmäßig für Abfälle zur Beseitigung nur mit Transportgenehmigung der zuständigen Behörde zulässig. Näheres regelt § 49 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes-/ Abfallgesetzes (KrW-/ AbfG).

Beförderer-Nummer

Registriernummer, die aus einem länderspezifischen Großbuchstaben und acht Ziffern besteht, die Transportgenehmigung aber nicht einschließt.

Begleitschein

Der Nachweis über die durchgeführte Entsorgung von besonders überwachungsbedürftigen Abfällen wird mit Hilfe der Begleitscheine unter Verwendung der hierfür vorgesehenen Formblätter der Anlage 1 der Nachweisverordnung geführt. Bei der Abgabe von Abfällen aus dem Besitz eines Abfallerzeugers ist für jede Abfallart (bei Sammeltransporteuren zusätzlich für jedes Bundesland) ein gesonderter Satz von Begleitscheinen incl. 6 Ausfertigungen  zu verwenden. Die Zahl der auszufüllenden Ausfertigungen verringert sich, soweit Abfallerzeuger oder -beförderer und Abfallentsorger ganz oder teilweise personengleich sind. Von den Ausfertigungen der Begleitscheine sind

  • Ausführung 1 (weiß) und 5 (altgold) als Beleg für das Nachweisbuch Abfallerzeuger
  • Ausführung 2 (rosa) und 3 (blau) zur Vorlage an die zuständige Behörde
  • Ausführung 4 (gelb) als Beleg für das Nachweisbuch des Beförderers (bei einem Wechsel des Beförderers für das Nachweisbuch des letzten Beförderers)
  • Ausführung 6 (grün) als Beleg für das Nachweisbuch des Abfallentsorgers
    bestimmt.

Beseitigung

Gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetzes-/ Abfallgesetzes (KrW-/ AbfG) (§ 10 Abs. 1) sind Abfälle, die nicht verwertet werden, von der Kreislaufwirtschaft auszuschließen und zur Wahrung des Wohls der Allgemeinheit zu beseitigen.

Beseitigungsverfahren

Verfahren zur Beseitigung von Abfällen gemäß Anhang IIA des
Kreislaufwirtschaftsgesetzes-/Abfallgesetzes (KrW-/ AbfG), die in der Praxis angewandt werden. Abfälle müssen beseitigt werden, dass die menschliche Gesundheit nicht gefährdet wird und ohne dass Verfahren oder Methoden verwendet werden, welche die Umwelt schädigen können.

Besonders überwachungsbedürftiger Abfall

Aus gewerblichen oder sonstigen wirtschaftlichen Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen stammender Abfall, der nach Art, Beschaffenheit oder Menge in besonderem Maß gesundheits-, luft- oder wassergefährdend, explosibel oder brennbar ist oder Erreger übertragbarer Krankheiten enthalten kann.

Bodensanierung

Minderung, möglichst Beseitigung von Bodenbelastungen, um die Schadstoffaufnahme durch Menschen, Tiere und Pflanzen sowie die Grundwasserkontamination zu verhindern. Man unterscheidet physikalische, chemische und biologische Methoden.

Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)

Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen wie beispielsweise Luftverunreinigungen, Geräusche und Erschütterungen. Zweck des Gesetzes ist es, Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen zu schützen und dem Entstehen schädlicher Umwelteinwirkungen vorzubeugen. Das Gesetz regelt unter anderem die Anzeige- und Genehmigungspflicht von Anlagen, soweit sie geeignet sind Gefahren, erhebliche Nachteile oder Belästigungen auf die Umwelt zu bewirken. Dem Gesetz folgt eine Vielzahl von Rechtsverordnungen, die die Umsetzung konkretisieren, wie beispielsweise Emissionsgrenzwerte. Eine für die Abfallverbrennung wichtige Verordnung ist die 17. BImSchV.