Glossar

Deponie

Abfallentsorgungsanlage, in der Abfälle zeitlich unbegrenzt oberirdisch oder unterirdisch abgelagert werden und die der Nachsorge bedürfen. Sie sind je nach Art und Eigenschaften der eingelagerten Abfälle in die Deponieklassen 0, I, II, III (Sonderabfalldeponie) und IV eingeteilt. (Ablagerungsverordnung, Deponieverordnung).

Nach der geomorphologischen Lage unterscheidet man Hang-, Gruben-, Tal- und Halden-Deponien als oberirdische Ablagerungsstätten und Untertagedeponien (Ablagerung unterhalb der Biosphäre, Deponieklasse IV). Nach Art der abgelagerten Abfälle gibt es unterschiedliche Bauweisen. Deponien werden geplant und genutzt zur Beseitigung von Hausmüll und sonstigen Siedlungsabfällen (Hausmüll-Deponie), Sonderabfall, kommunalem Klärschlamm und Bauabfällen einschließlich Erdaushub. Für spezielle gleichartige Massenabfälle werden besondere Mono-Deponien eingerichtet. Um Umweltbeeinträchtigungen durch Deponie-Gas und Sickerwasser zu vermeiden, müssen Deponien eine Basis- u. Oberflächenabdichtung (Deponieabdichtung) sowie Vorrichtungen zur Sickerwassererfassung, Entgasung sowie ggf. Gasverwertung aufweisen. Mit Oberflächenabdichtungen soll der Eintrag von Niederschlagswasser in den Deponie-Körper und das diffuse Entweichen von Deponie-Gas verhindert werden, während Basisabdichtungen den Austritt von Sickerwasser in Boden und Grundwasser vermeiden. Die Sickerwassererfassung erfolgt über Drainage-Systeme; das gesammelte Sickerwasser muss vor der Ableitung in ein Gewässer mittels chemisch-, physikalisch- oder biologischen Verfahren gereinigt werden.