Glossar

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Gefahrgut

Als Gefahrgut werden Stoffe und Gegenstände bezeichnet, von denen aufgrund ihrer Eigenschaften oder ihres Zustandes im Zusammenhang mit einer Beförderung Gefahren für Mensch und Umwelt ausgehen können (Beförderungsgesetz, GGBefG). Sie sind in insgesamt 9 Klassen unterteilt, die von explosiven und entzündbaren bis hin zu ätzenden Stoffen reichen. Die Beförderung ist gemäß ADR verboten oder nur unter bestimmten Bedingungen möglich.

Gefahrgutbeauftragter

Unternehmen, die Gefahrgut versenden, befördern, zur Beförderung verpacken oder zur Beförderung übergeben, müssen einen Gefahrgutbeauftragten benennen. Der Gefahrgutbeauftragte muss speziell geschult sein und regelmäßig Prüfungen ablegen. Seine den Tätigkeiten des Unternehmens entsprechenden Aufgaben sind insbesondere:

  • Überwachung der Einhaltung der Vorschriften für die Beförderung gefährlicher Güter
  • Unverzügliche Anzeige von Mängeln, die die Sicherheit beim Transport gefährlicher Güter beeinträchtigen, an den Unternehmer oder Inhaber des Betriebes
  • Schulung der betroffenen Arbeitnehmer
  • Beratung des Unternehmens bei den Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Beförderung gefährlicher Güter
  • Erstellung eines Jahresberichtes

Gefahrguttransport

Transport von Gütern (Güterverkehr), der wegen deren Giftigkeit, leichten Entzündbarkeit oder anderer möglicher Gefahren bestimmten Regelungen und Einschränkungen unterliegt. Dazu gehören beispielsweise Kennzeichnungspflichten, Verpackungs- und Transportvorgaben, Fahrverbote auf definierten Strecken und zu bestimmten Zeiten.

Gefährliche Abfälle

Nach § 3 Abs.1 der AVV sind die im Europäischen Abfallverzeichnis mit einem Sternchen (*) versehenen gefährlichen Abfallarten besonders überwachungsbedürftig.

Grundwassersanierung

Die Gesamtheit aller Maßnahmen, die zur Wiederherstellung der Grundwasserreinheit nach einer entsprechenden Belastung ergriffen werden.

Gefahrstoffe

Gefahrstoffe werden im Chemikaliengesetz (ChemG) erklärt und definiert, als  gefährliche Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse mit folgenden Eigenschaften: explosionsgefährlich, brandfördernd, hochentzündlich, leichtentzündlich, entzündlich, sehr giftig, giftig, gesundheitsschädlich, ätzend, reizend, sensibilisierend, krebserzeugend, fortpflanzungsgefährdend, erbgutgefährdend und umweltgefährlich. Die Gefahrstoffverordnung regelt die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung von Gefahrstoffen, sowie den Umgang und die Verwendung.

Genehmigungsverfahren

Für die Errichtung und den Betrieb von Anlagen, von denen eine Gefährdung für Mensch und Umwelt ausgehen kann, ist eine Genehmigung der zuständigen Behörden erforderlich. Die wichtigsten Vorschriften hierzu sind im Bundes-Immissions-Schutzgesetz (BImSchG), sowie den zugehörigen Verordnungen enthalten.

Grenzwerte

für Fremd- oder Schadstoffe sind gesetzlich verankerte Werte, die nicht überschritten werden dürfen. Im Unterschied hierzu, sind Richtwerte, Orientierungs- und Leitwerte nicht rechtsverbindlich.