Glossar

< U >

Übernahmeschein

Zur Überwachung von Entsorgungswegen bei der Sammelentsorgung von besonders überwachungsbedürftigen Abfällen und der Entsorgung von überwachungsbedürftigen Abfällen dient ein Übernahmeschein. Zur Verbleibskontrolle von überwachungsbedürftigen Abfällen wird zwischen Abfallerzeuger und Abfallentsorger ein Übernahmeschein geführt.
Zusätzlich  dient der Übernahmeschein der Herkunftskontrolle parallel zum Begleitscheinverfahren bei der SammelentsorgungDer Übernahmeschein besteht aus zwei Ausfertigungen, wobei die Ausfertigung 1(weiß) als Beleg für das Nachweisbuch des Abfallerzeugers (Transporteurs) und die Ausfertigung 2 (gelb) als Beleg für das Nachweisbuch des Entsorgers (Einsammlers bei Sammelentsorgung) dient.

Untergesetzliches Regelwerk

Verordnungen zum Vollzug des Kreislaufwirtschaftsgesetzes-/ Abfallgesetzes (KrW-/ AbfG), die 1996 eingeführt wurden. Im Einzelnen handelt es sich umfolgende Verordnungen:

  • Verordnung über das Europäische Abfallverzeichnis (AVV vom 10.12.2001)
  • Verordnung zur Bestimmung von überwachungsbedürftigen Abfällen zur Verwertung (BestüVAbfV vom 10.09.1996)
  • Verordnung über Verwertungs- sowie Beseitigungsnachweise (NachwV vom 17.06.2002)
  • Verordnung zur Transportgenehmigung (TgV vom 10.09.1996)
  • Entsorgungsfachbetriebe (EntsorgungsfachbetriebeVerordnung (EfbV) vom 10.09.1996)
  • Verordnung über Abfallwirtschaftskonzepte und Abfallbilanzen (AbfKoBiV vom 13.09.1996)
  • Entsorgungsfachbetriebsverordnung vom 10.09.1996

Untertagedeponien

sind Entsorgungsanlagen, in denen Abfälle in einem Bergwerk mit eigenständigem Ablagerungsbereich, der getrennt von einer Mineralgewinnung angelegt ist, oder in einer Kaverne – vollständig im Gestein eingeschlossen – abgelagert werden. Untertagedeponien befinden sich heute ausschließlich in Salzbergwerken. Die Abfälle, die dort abgelagert werden, können in der Regel wegen ihres hohen wasserlöslichen Salzgehaltes nicht auf einer oberirdischen Sonderabfalldeponie entsorgt werden.